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Herzlich Willkommen auf den Webseiten der liberalen Jüdischen Gemeinde Göttingen!

Hier finden Sie Informationen und Bilder zu unserem aktuellen religiösen, sozialen, kulturellen und politischen Leben, zur Geschichte der Gemeinde und ihrer Gebäude und zu unserem Friedhof. Wir berichten regelmäßig über wichtige Ereignisse, Feste und unsere interreligiösen wie interkulturellen Kontakte. Im Archiv finden Sie Veröffentlichungen und Presseartikel, u.a. zum Thema Geschichte des jüdischen Lebens in Göttingen.

Unsere G'ttesdienste und shiurim finden in Präsenz statt, wenn die Coronaregelungen dies erlauben. Auch dann werden die Veranstaltungen z.T. als "Hybrid-Veranstaltungen" gehalten, d.h. in Präsenz und über ZOOM.
 

Aktuelles

Sonntag, den 1. Februar 2026 -- Synagoge der Jüdischen Gemeinde Göttingen e.V. Angerstraße 14

 Tragödie des russischen Judentums

"Zwischen Tradition und Assimilation:
Tragödie des russischen Judentums"

konzertante Lesung

Dr. Roman Salyutov und Agnes Grube


Am Anfang des 20. Jahrhundert befand sich das russische Judentum auf einem
Scheideweg: Der Antisemitismus des zaristischen Regimes bedrängte die jüdische
Bevölkerung und löste in vielen jüdischen Menschen Sympathien zur sozialistischen
Bewegung aus, verbunden mit der Hoffnung auf Gleichbehandlung. Andererseits waren
die Jüdische Tradition und die Ansprüche der neuen russischen Macht nicht vereinbar.
Diesem tragischen Dilemma wurden die Juden Russlands ausgesetzt - und ihre
Entscheidungen verpassten der Geschichte des russischen Judentums einen
unverkennbaren, tragischen Stempel und bedingten seine große Identitätskrise.

Anhand ausgewählter Texte des aus Odessa stammenden russisch-jüdischen
Schriftstellers Isaak Babel wird dem Publikum dieses besondere Kapitel aus der
Geschichte des Ostjudentums näher gebracht, stimmungsmäßig vertieft durch
musikalische Werke großer Komponisten.

 

Dr.Roman Salyutov
(Klavier und Moderation)
A.Grube (Oboe)

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Veranstalter: DIG -Göttingen
Gesellschaft für christl.- jüd. Zusammenarbeit Göttingen e.V.
Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.

andere Veranstalter

Sonntag, den 11. Januar 2026 bis Sonntag, den 12. Juli 2026 -- Online -- s.Links

 JLev-Veranstaltungen Januar bis Juli

von unterschiedlichen Autoren/Autorinnen

Leinen lernen - für alle Gelegenheiten
Im Januar beginnt eine neue Klej-Kodesch-Reihe, bei der Ihr mit Chasan Daniel Kempin
und Chasan Ejnat Willing lernt, wie man die Tora- und Haftara-Lesung macht. Start: Do,
29.01. und 12.02., jeweils 17:00-18:30 Uhr - weitere Infos stehen im Anhang.
Schiur-Matinéen
Monatlich laden wir sonntags um 11:30 Uhr zu einer Schiur-Matinée ein:
- 11.01.2026 - Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck (Frankfurt/M.)
Was ist der Mensch? Rabbinische Vorstellungen in Midrasch und
Talmud (Fortsetzung des Schiurs im Dezember 2025)
- 15.02.2026 - Rabbiner Alexander Kovtun (Hannover)
Politische Theologie: Das Imago des Königs – Gesetze und
Geschichten über Königsfiguren im Tanach
- 22.03.2026 - Rabbiner Prof. Dr. Yoki Amir (Regina Jonas Seminar, Potsdam)
Die sich wandelnde Gestalt des Pessach-Festes – Wir tauchen ein in
die Haggada
- April entfällt wegen des JLEV Schabbaton in Frankfurt/M. (17.-19. April)
- 17.05.2026 - Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg (Hameln, Stuttgart, Regina Jonas
Seminar, Potsdam)
Schawuot – die Megillat Ruth und die Bedeutung der fünf Megillot
- 14.06.2026 - Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck (Frankfurt/M.)
Die Entmachtung des Rabban Gamliel im Talmud – ein klassischer Text
über Demokratie
- 12.07.2026 - Professor Dr. Dovid Katz (Vilnius)
Wie würden wir die Gebete aussprechen, hätte es keine Schoa gegeben? -
German Ashkenazic Hebrew: Retention and Revival (der Schiur ist in
Englisch)
Infos zu den russischsprachigen Schiurim folgen in Kürze.
Wir wünschen Euch eine erholsame Ferienzeit
und einen guten Rosch!
Euer JLEV-Lehrhaus
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Website:
Facebook:
www.jlev.de
https://www.facebook.com/JuedischerLiberalEgalitaererVerband

Mittwoch, den 21. Januar 2026, 19 Uhr

 Die Tagesschau und das Hamas-Narrativ

von Detlev Bertram

in der Jüdischen Gemeinde
Angerstr. 14 in Göttingen

Sonntag, den 25. Januar 2026, 16 Uhr -- Citykirche St. Michael, Kurze Straße

 Aufgeklärte jüdische Ärzte im späten 18. Jahrhundert

Sonntag, den 25. Januar 2026, 17 Uhr -- Ev.-reformierte Gemeinde, Untere Karspüle 11, Göttingen

 Mädchenhimmel. Lyrik und Prosa von Lili Grün vor dem Vergessen bewahrt

von Carmen Barann und Martin Tschoepe

Rezitation und Musik mit Carmen Barann und Martin Tschoepe

 

Lili Grün, geboren 1904 in Wien, verfasste Gedichte, Kurz­geschichten und drei Romane im Zeit­stil der neuen Sachlich­keit. Nach der Okkupation Öster­reichs durch die National­sozialisten 1938 hatte sie als Jüdin keine Möglich­keit mehr zu publizieren. Sie wurde 1942 aus Wien deportiert und sogleich nach ihrer Ankunft im weiß­russischen Maly Trostinec ermordet. Ihr Werk wurde erst vor wenigen Jahren wieder entdeckt. Carmen Barann und Martin Tschoepe spüren in ihren Rezitationen dem Leben und Werk der Dichterin nach und schaffen es durch die eigens dafür komponierte Gamben­musik, die Stimmung der Worte hervor­zuheben und die Atmosphäre der 30er Jahre in Wien und Berlin einzufangen.

Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammen­arbeit Göttingen e.V.

Dienstag, den 27. Januar 2026, 19 Uhr -- Altes Rathaus Göttingen, Markt 9, Göttingen

 Gedenkveranstaltung zum 27. Januar

Ein Abend mit Gesprächen und jüdischen Liedern —
mit der Zeitzeugin Rozette Kats, der Sängerin Mirjam van Dam und Ed Boekee am Klavier

Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburts­tages, dass sie das Kind jüdischer Eltern ist, die den Holo­caust nicht überlebt haben. Ihr Onkel, der einzige weitere Über­lebende der Familie, vermag nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihm das Hochzeits­bild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass ca. drei Monate vor der Deportation der Eltern von Wester­bork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerz­licher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangen­heit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein viel­fältiges Engagement in der Erinnerungs­arbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist. Rozette Kats hat in den vergangenen Jahren mehrfach an verschiedenen Schulen in unserer Region ihre Biographie erzählt. Im Jahr 2023 hielt sie im deutschen Bundes­tag eine Gedenk­rede zum 27.Januar.

Musikalisch wird der Abend von der Sängerin Mirjam van Dam und Ed Boekee am Klavier untermalt. Sie werden Lieder aus der Zeit vor dem Krieg vortragen, als Juden in „Shtetels“ Osteuropas lebten.

Veranstaltet vom Bündnis 27. Januar — Gedenken an die Opfer des National­sozialismus

Es wird eine Aufzeichnung der Veran­staltung geben.